Neben dem Feuer ist das Wasser Grundlage für das Leben aller Wesen auf der Erde. Feuer, Erde, Wasser sind drei der fünf Elemente der chinesischen Weisheitslehre und wichtige Bausteine unserer Ernährung.

Chinesische Weisheitslehre

Feuer, Erde und Wasser dienen als Synonyme für Yang, Qi und Yin. Dass Yang und Yin ohne das verbindende, bewegende Qi nicht existieren können, ist Fakt. Yin und Yang, das eine kann nicht ohne das andere bestehen. Yang würde verbrennen und sich in Rauch auflösen, Yin wäre eine leblose, starre Masse. Für Bewegung, Austausch, Umwandlung ist Qi zuständig.

Wasser kontrolliert Feuer, schützt vor Ausbreitung oder dämmt es ein. In unserem Körper sorgt Wasser vor zuviel Hitze und kontrolliert das Element Feuer, seine dazugehörigen Organe, das Sinnesorgan und alle andere Anteile dieses Funktionskreislaufes.

Die Erwärmung unserer Atmosphäre kann abstrakt durch einen Überschuss an Menschen, Lärm, Umweltgifte und Informationsflut geschehen und führt zu Hitze. Auf der Gefühlsebene findet Feuer seine Entsprechung in Freude und Erregung. Im rechten Maß wärmt, aktiviert und belebt Freude den Körper.

Zuordnungen zum Funktionskreislauf Feuer

Zuviel des Guten tut nicht gut

Zuviel Freude oder zuviel Erregung tritt auf, wenn sie zu einer alles verzehrenden Besessenheit wird, die mit anderen Aktivitäten in Konflikt gerät. Überaktivität, Hysterie, Hektik, unpassendes Lachen weisen auf ein Übermaß an Hitze und Erregung und einen Feuer-Überschuß hin. Angemessene Freude dehnt die Zeit und öffnet das Herz.

Feuer im Zyklus der Wandlungsphasen

Die übernatürlichen Kräfte des Sommers schaffen Hitze und Himmel und Feuer auf der Erde, sie schaffen das Herz und den Pulsschlag im Körper ... die rote Farbe, die Zunge und die Fähigkeit zu lachen ... sie schaffen den bitteren Geschmack und die Emotionen von Glück und Freude. Menschen, die sich Gesundheit und ein langes Leben wünschen, 
sollen Speisen mit fünf Farben, fünf Geschmacksrichtungen und 
fünf Duftstoffen zu sich nehmen. (Gelbe Kaiser im "Huang Ti Nei Ching su Weng")

5-Elemente-Ernährung in der Wandlungsphase Feuer

Um Lebensmittel, die auf oder unter der Erde gedeihen, bekömmlich zu machen, benötigen wir Feuer zum Erhitzen für Bekömmlichkeit und Wasser zum Kochen.

Die 5-Elemente-Ernährung ist eine vorbeugende Ernährungsform, bei der Lebensmittel nach ihrer thermischen Wirkung auf den Körper ausgewählt und für ihre Verwendung bestimmt werden. In der heißen Jahreszeit wenden wir schonende Zubereitungsmethoden mit viel Feuchtigkeit an. Wir bereiten Gerichte wie Kaltschalen, Gemüsesuppen, Kompotte und Salate aus Gemüse, Obst, Sprossen und Keime zu.

Vom richtigen Zeitpunkt des Trinkens

Über Jahrtausende hat unser Durstgefühl den Menschen animiert, sich auf die Suche nach einer Wasserstelle zu machen. Wir mussten uns zuerst bewegen, manchmal stundenlang, um zu einer Wassterstelle zu kommen und zu trinken.

Durst löst wie Angst, Kälte und Hunger eine Stressreaktion in uns aus, die seit jeher dazu führte, uns in Bewegung zu setzen. Das Durstgefühl ist der einzige Stressfaktor, der dazu führt, dass Angstgefühle und agressives Verhalten reduziert wird. Dies wird durch die Ausschüttung des Hormons Oxytocin aktiviert, das Durstgefühle auslöst. Neben dem verstärkten Gefühl nach Wasser reduziert dieses Hormon das Hungergefühl und die Lust auf Kohlehydrate.

Für die Gesundheit positiv ist, wenn man nur bei Vorhandensein von einem Durstgefühl trinkt und soviel trinkt, bis das Durstgefühl verschwunden ist. Menschen, die häufig kleinere Mengen trinken, ohne einen „realen“ Durst zu empfinden haben eine geringere Oxytocinausschüttung mit negativen Folgen auf Immunsystem, Stressachse und Entzündungen. 
(Quelle: Wirkkochbuch, Bucherverlag, 2. Auflage 2014)

Was soll ich gegen den Durst trinken?

Ist der Durst nicht zu stillen, empfielt es sich, an einer Zitrone zu lutschen. Um Durst zu stillen braucht der Körper eine energielose Flüssigkeit, also Wasser. Keinesfalls jedoch Limonaden, Bier, isotonische Getränke oder Obstsäfte mit Zucker. Die empfohlene Flüssigkeitsmenge hängt von Geschlecht, Alter und der Menge an durch Arbeit oder Sport verbrauchten Flüssigkeit ab, normal nicht mehr als drei Liter. (Quelle: Wirkkochbuch, Bucherverlag, 2. Auflage 2014)